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Frequently Asked Questions
Muss ich auch bezahlen, wenn ich kein Filesharing
benutze?
Wie ist sichergestellt, dass das Geld auch wirklich
die richtigen Künstler erreicht?
Können Künstler sonst kein Geld mehr
im Internet verdienen?
Gibt es mit DRM überhaupt eine realistische
Chance, Tauschbörsen vollständig zu unterbinden?
Gebe ich mit der Unterschrift unter diese Erklärung ein schriftliches Geständnis ab und werde dann verklagt?
Wir warten auf weitere Fragen ;-), bitte schickt sie an faq@fairsharing.de.
Muss ich auch bezahlen, wenn ich kein Filesharing benutze?
Ja. Wir fordern die Kulturflatrate bewusst pauschal und damit gleichermassen für jeden, um das Aufkommen persönlicher Individualdaten bei der Musiknutzung zu verhindern. So kann sich auch niemand der Vergütung von Privatkopien im Netz entziehen. Um aber die Menschen zu entlasten, die das Internet nicht nutzen, um große Mengen privater Kopien anzufertigen, sieht unser Konzept die Staffelung der Pauschalabgabe nach Umfang des Netzzuganges vor: Für einen langsamen oder einen Volumen-beschränkten Internetanschluß müssen weniger Abgaben gezahlt werden, als für einen schnellen Breitbandzugang.
Wie ist sichergestellt, dass das Geld auch wirklich die richtigen Künstler erreicht?
Jeder Künstler soll sich nach unseren Vorstellungen kostenfrei bei einer neu zu schaffenden Online-Verwertungsgesellschaft Mitglied werden können. Diese verteilt die Einnahmen aus der Kulturflatrate an die Künstler. Die Ausschüttung muss entsprechend von Nutzungsstatistiken, Eigenschaften eines Werkes und seiner Beliebtheit aufgeschlüsselt werden.
Können Künstler sonst kein Geld mehr im Internet verdienen?
Doch. Durch die Kulturflatrate werden nur die unkontrollierbaren, privaten Kopien vergütet. Andere Vergütungsmodelle, bei denen dem Nutzer mehr Qualität gewährt wird oder er andere Vorzüge geniesst, schließt das Modell einer Kulturflatrate nicht aus. Die Kulturflatrate verhindert aber, dass bei gleichem Ziel das Mittel Digital Restriction Management(DRM) eingesetzt wird. DRM wird nicht verhindern können, dass weiter privat kopiert und getauscht wird, das Ziel kann also nie erreicht werden. Gleichzeitig soll mittels DRM und Urheberrecht künstlich ein Rechtskonstrukt aus analogen Zeiten ins digitale Zeitalter gepresst werden, was neben sinnlosen Kontrollversuchen auch noch die stark oligopolisierte Wirtschaftsstruktur der Unterhaltungs-, Kultur- und Wissenschaftsbranche retten soll.
Gibt es mit DRM überhaupt eine realistische Chance, Tauschbörsen vollständig zu unterbinden?
Alleine durch die Einführung von DRM Technik wäre dies nicht möglich. Irgendwelche Leute würden den Kopierschutz immer umgehen und das Ergebnis anderen zugänglich machen. Wirksam wird erst die Kombination von DRM mit Verschärfung des Urheberrechts, Verschärfung des Strafrechts (Provider muss IP-Adressen einfach so ohne Gerichtbeschluss rausgeben), Verbot des Umgehens von Kopierschutzmassnahmen und anderen durch Lobbyarbeit der Unterhaltungsindustrie durchgedrückten Gesetzen (z.B. Verbot von Hardware die DRM-Umgehung zulässt).
Gebe ich mit der Unterschrift unter diese Erklärung ein schriftliches Geständnis ab und werde dann verklagt?
In der Erklärung heisst es
" Wie Millionen andere sind auch wir potentiell straffällig geworden, weil wir irgendwann einmal zu privaten Zwecken Musik- und Filmdateien z.B. in P2P-Netzwerken getauscht haben."
Das Tauschen von Musik-Dateien unter Freunden zu privaten Zwecken ist legal (die sog. Privatkopie), ebenso ist es legal, sich Musik und Filme aus P2P-Netzen herunterzuladen, wenn die Urheber das erlauben. Mit der Erklärung geben wir also nicht zu, dass wir das Recht gebrochen haben, sondern lassen das ganz bewusst offen. Daher besteht auch kein rechtliches Risiko aufgrund dieser Erklärung verknackt zu werden.
Wir freuen uns auf Eure Fragen, schickt bitte eine Mail an faq@fairsharing.de.