Inhalt:
1. Wettbewerb zum Postkartendesign
2. Der Sommer wird heiß! - 10.000 Unterstützer/innen bis Ende Juni!
3. FairSharing-Kampagne gewinnt alternativen Medienpreis
4. Übersetzung der französischen Machbarkeitsstudie: Kulturflatrate
ist möglich
5. Fairsharing-Diskussionsveranstaltung am 31.3.06
6. Newsflash: Aktuelle Entwicklungen
7. Fairsharing-T-Shirts!
8. Flugblätter und Postkarten bestellen.
9. Mitmachen, Spenden, Weiterverbreiten.
Liebe Interessierte und Aktive im FairSharing-Netzwerk,
in den letzten Monaten ist mehr Bewegung in die Fairsharing-Szene gekommen: Mit dem drohenden Beschluss des neuen Urheberrechts noch in diesem Jahr hat sich das Medieninteresse an der Kulturflatrate wieder verstärkt, genauso wie auch die Zugriffszahlen auf die Website und die Zahl der neuen Unterschriften deutlich zugenommen hat. Ebenso ermutigt dass die Fairsharing-Kampgne den diesjährigen alternativen Medienpreis erhalten hat.
Gleichzeitig kommt die Kampagne auch wieder in Schwung. Inhaltlich mit einer Diskussionsveranstaltung mit Gästen aus Frankreich und USA, aktionsmäßig mit der anstehende Übergabe der Fairsharing-Unterschriften und publikationsmäßig, so steht in den nächsten Wochen die Herausgabe der Übersetzung von Terry Fishers Buch zur Kulturflatrate an.
In diesem Newsletter wollen wir die Entwicklungen der letzten Wochen darstellen und Lust darauf machen, mitzumachen. - Wie unten angekündigt, brauchen wir dringend ein Fairsharing-Postkarten-Motiv. Außerdem gibt es ab August wieder die Möglichkeit Praktikum bei der Fairsharing-Kampagne zu machen. Aber auch wer nicht die Möglichkeit zu einem Praktikum hat, ist herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Dringend brauchen wir auch noch Leute, die die Übersetzung von Terry Fishers Buch "Promises to keep" gegenlesen. Meldet Euch einfach bei info@fairsharing.de.
Auch für uns gilt allerdings: Jede Kampagne braucht zumindest ein
bißchen Geld. - Da der Zuschuß der Stiftung Bridge demnächst
aufgebraucht sein wird, brauchen wir vermehrt Spenden. - Ein guter
Anfang war, dass wir in letzten zwei Wochen rund 250€ Spenden bekommen
haben. Vielen Dank! - Auch im Voraus:
https://www.fairsharing.de/spenden.php
Das FairSharing-Team
1. Wettbewerb: Fairsharing-Kampagne sucht Postkarten-Motiv
Wir haben auf unserem Treffen gestern festgestellt, dass uns noch peppiges, nicht zu kopflastiges Material für die Fairsharing-Kampagne fehlt.
Durch die Grüne Jugend kommen wir dankenswerterweise an eine Möglichkeit, sehr günstig 10.000 Fairsharing-Postkarten zu drucken. Nun brauchen wir noch ein Motiv für die Bildseite. (Die Rückseite enthält Text zur Erklärung der Fairsharing-Idee. Daher schreiben wir hierfür einen Kurz-Wettbewerb aus:
Wir suchen ein provokantes, witziges und innovatives Bild, was sich gut eignet, um die Fairsharing-Idee oder die Absurdität der Kriminalisierungskampagne der Industrie deutlich zu machen.
Als Preis für das Motiv was wir drucken gibt es einen T30 iRiver 1GB-MP3-Player. (Danke an den Spender, der das möglich gemacht hat!) Außerdem wird die Preisträgerin zu ihrem ewigen Ruhm natürlich auf den Postkarten genannt.
Leider ist die Zeit knapp, drum ran an Photoshop/GIMP und schickt bis Donnerstag 11:00 eine möglichst printfähige Vorlage an info@fairsharing.de. (Zur Not geht auch erst einmal eine Skizze, die dann später ausgearbeitet wird.)
Wir sind gespannt auf die Ideen.
2. Der Sommer wird heiß! - 10.000 Unterschriften bis Ende Juni
Der Sommer verspricht heiß zu werden: Am 19.5. hat der Bundesrat seine Stellungnahme zum zweiten Korb der Urheberrechtsreform abgegeben. Dies war der letzte offizielle Schritt vor der ersten Lesung dieses Gesetzes im Bundestag. Um unseren Protest zu verschärfen und zumindest der viel debattierten Bagatellklausel noch eine Chance zu verschaffen, wollen wir die FairSharing-Erklärung kurz vor der ersten Lesung an den Bundestag übergeben.
Wir wollen mit den Unterschriften zeigen, dass viele Menschen in Deutschland dieser massiven Kriminalisierung der Schulhöfe etwas entgegen zu setzen haben!
Bis zur Übergabe ist jedoch noch einiges zu tun: so wollen wir die Zahl der Unterschriften noch einmal erhöhen. Von den momentan rund 9.000 Menschen, die die Erklärung unterzeichnet haben, wollen wir auf 10.000 kommen - und Ihr könnt uns dabei helfen!
Schickt diese Mail an Freunde, Verwandte und Bekannte, die sich für das Thema interessieren! Begeistert eure Lehrer und Kollegen von der Idee der Kulturflatrate! Schreibt darüber in eurem Blog, diskutiert darüber in eurem Lieblingsforum! Seid dabei, wenn wir die 10.000 Unterschriften knacken! Zeigt ihnen die FairSharing-Erklärung! Macht auf uns aufmerksam! Lasst sie die Erklärung unterschreiben! - Spendet Geld!
3. Fairsharing-Kampagne erhält alternativen Medienpreis
Am 6.5. haben wir in Nürnberg als einer von drei Preisträgern den
alternative Medienpreis erhalten:
zum Bericht
4. Übersetzung der französischen Machbarkeitsstudie: Kulturflatrate ist möglich
Die französischen Organisationen ADAMI und SPEDIDAM haben im letzten
Jahr eine Studie in Auftrag gegeben, die die Machbarkeit einer
Kulturflatrate auf der Basis von internationalen
Urheberrechtsregelungen und Verträgen wie der Berner Konvention prüfen
sollte. Diese Studie kommt zum eindeutigen Schluss, dass die
Kulturflatrate machbar ist. Um diese Ergebnisse auch ausserhalb
Frankreichs verbreiten zu können, hat die FairSharing-Kampagne das
Vorhaben der Initiative Privatkopie.net, die Studie ins Englische zu
übersetzen, mit 500 Euro aus dem ihr durch die Stiftung Bridge zur
Verfügung gestellten Budget unterstützt. Die Studie wurde am Tag des
Geistigen Eigentums, dem 26. April, an Bundesjustizministerin Zypries
übergeben. Download:
http://fairsharing.de/infos/feasibility-study.pdf
http://fairsharing.de/infos/feasibility-study.odt
5. Fairsharing-Diskussionsveranstaltung am 31.3.
Angesichts der Entwicklungen in Frankreich, wo kurz vor Weihnachten
ein Gesetzentwurf zur Einführung der Kulturflatrate eine Abstimmung im
Parlament gewonnen hatte, wollten wir Infos aus erster Hand haben. Für
den 31. März hatten wir wir 31.03.2006 Jean-Baptiste Soufron aus
Frankreich und Elizabeth Stark aus den USA zu einer öffentlichen
Diskussionsveranstaltung in den Mehringhof in Berlin eingeladen. Es
folgte eine interessante Debatte, über die auch zweimal im
Heise-Newticker berichtet wurde:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/71560
http://www.heise.de/newsticker/meldung/71566
6. Newsflash
Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest der Welt passiert einiges:
In FRANKREICH droht die Urheberrechtsreform erneut zu einem Desaster zu werden. Nach der so erfolgreichen Einbringung der Kulturflatrate, die leider in der zweiten Lesung wieder aus dem Gesetzes-Entwurf genommen wurde, hat nun der französische Senat eigene Änderungen vorgenommen, die DRM festschreiben und dessen Umgehung drastisch bestrafen würden. Auch Freie Software ist wieder bedroht. Wir drücken unseren französischen Freunden von den Audionautes die Daumen und wünschen ihnen viel Erfolg im auch in Frankreich heißen Sommer.
Mehrere KANADISCHE Künstler, darunter die Barenaked Ladies, Avril Lavigne, Sarah McLachlan, Billy Talent und Broken Social Scene, haben Ende April eine Kampagne ins Leben gerufen, die sich gegen die fortschreitende Kriminalisierung ihrer Fans zur wehr setzt. Die "Canadian Music Creators Coalition", so der Name der Organisation, erhebt ihre Stimme sowohl gegen die Klagewellen gegenüber Musikfans, als auch gegen Kopierschutz und Digitale Reche-Minimierung (DRM). Zudem wirbt sie für eine Kulturpolitik, die mehr den Künstlern als den Rechteinhabern nützt. Mehr dazu unter http://www.musiccreators.ca/
In den USA ist derzeit eine Erweiterung des Digital Millenium Copyright Act im Gespräch. Dieser Gesetzesentwurf würde, wenn abgesegnet, auch den Versuch einer Urheberrechtsverletzung strafbar machen. Zudem würde er die Höchststrafe verdoppeln und beim FBI eine eigene, von der Unterhaltungsindustrie unterstützte Einheit schaffen, die fortan für die Verfolgung der meist jugendlichen Urheberrechtsverletzer zuständig wäre.
Die Allman Brothers haben zusammen mit Cheap Trick ihre Plattenfirma
verklagt. Gegenstand ist die Tatsache, dass Sony/BMG über die
Downloadplattform iTunes lediglich 4.5 Cent pro Stück an die Künstler
abführt. Dabei werden sogar Gebühren für "Herstellungskosten" enthoben,
die seit der Schallplatte Bestandteil von Plattenverträgen sind, bei
Downloads aber kaum anfallen dürften. Somit dürfte auch das Argument
hinfällig sein, Musiker profitierten außerordentlich von legalen
Download-Plattformen.
7. FairSharing auf deiner Brust ;)
Ab sofort kannst du Besitzer eines der coolen FairSharing-Shirts sein! Ob S oder XL, ob Girlie oder T-Shirt, der FoeBuD-Shop hält sie für dich bereit. Und mit dem Kauf unterstützt du natürlich unsere Arbeit! https://shop.foebud.org/product_info.php/products_id/87
8. Postkarten und Flugblätter bestellen.
Letztlich geht immer noch nicht alles über E-Mail. Wer eine Idee
verbreiten will, muss weiter Papier unter die Leute bringen. Wir haben
Tausende von neuen Flugblättern und Postkarten, die nur darauf warten,
unter's Volk gebracht zu werden. (Flugblätter
http://www.fairsharing.de/fs_innen.pdf und
http://www.fairsharing.de/fs_aussen.pdf)
Auch Du kannst doch sicher ein paar Papiere auf dem Schulhof, in der Kneipe oder anderswo verteilen. - Einfach E-Mail-Schnippel an info@fairsharing.de schicken.
--------- E-Mail- Bestell-Zettel --------------
Name:
Strasse und Hausnummer:
PLZ und Ort:
Anzahl der Flugblätter:
Anzahl der Postkarten:------------------------------------------
Wir schicken die Materialien dann zu. (Und bitten freundlich um eine Spende für die Portokosten.)
9. Mitmachen, Spenden, Weiterverbreiten.
Viele dieser Aktivitäten kosten Geld. Von den Druckkosten über die Flugtickets für die Gäste aus Frankreich bis zu den Übersetzungshonoraren. - Die meiste Arbeit machen wir ehrenamtlich, aber ganz ohne Geld geht es nicht. Daher brauchen wir Eure Unterstützung:
FairSharing Netzwerk / Share e.V.
Stichwort: Fairsharing
Kontonr. 10 09 29 22
BLZ 291 526 70
Kreissparkasse Verden
oder https://www.fairsharing.de/spenden.php
Share e.V. ist gemeinnützig, so dass die Spenden steuerabzugsfähig sind. Am Jahresende schicken wir eine Spendenquittung zu.
Aber auch ideelle Unterstützung ist gerne gesehen: Leitet diesen Newsletter weiter und redet mit anderen über die Idee der Kulturflatrate.