Zero-Waste-Anfänger: Die 10 wichtigsten Schritte

Zero Waste bedeutet, bewusster zu leben und Abfall Schritt für Schritt zu vermeiden. Wer neu beginnt, steht oft vor der Frage, wie sich dieser Lebensstil praktisch umsetzen lässt. Dieser Beitrag zeigt die zehn wichtigsten Schritte, mit denen Einsteiger ihren Müll reduzieren und nachhaltiger handeln können.

Sie erfahren, was Zero Waste wirklich bedeutet, wie sie beim Einkaufen Verpackungen vermeiden und Abfall korrekt trennen. Auch kleine Veränderungen im Alltag – von der Küche bis zum Badezimmer – können große Wirkung zeigen, wenn sie konsequent umgesetzt werden.

Das Ziel ist kein perfektes, sondern ein dauerhaft achtsames Handeln. Wer die eigenen Fortschritte misst, motiviert bleibt und sich mit Gleichgesinnten austauscht, gestaltet den Weg zu einem müllärmeren Leben realistisch und umsetzbar.

Was bedeutet Zero Waste?

Zero Waste beschreibt einen Lebensstil, der darauf abzielt, Abfall zu vermeiden und Ressourcen effizient zu nutzen. Er fördert bewussten Konsum, langlebige Produkte und Kreislaufwirtschaft, um Umweltbelastungen zu verringern und nachhaltige Alternativen im Alltag zu stärken.

Grundprinzipien der Zero-Waste-Bewegung

Die Zero-Waste-Bewegung basiert auf fünf zentralen Prinzipien, die häufig als „5R-Regel“ bezeichnet werden:

  1. Refuse (Ablehnen): Unnötige Produkte, Verpackungen oder Werbegeschenke vermeiden.
  2. Reduce (Reduzieren): Den eigenen Konsum auf das Wesentliche beschränken.
  3. Reuse (Wiederverwenden): Gegenstände mehrfach nutzen oder reparieren.
  4. Recycle (Recyceln): Materialien korrekt trennen und dem Wertstoffkreislauf zuführen.
  5. Rot (Kompostieren): Organische Abfälle natürlich zersetzen lassen.

Diese Grundsätze fördern ein Umdenken im Umgang mit Ressourcen. Sie setzen an der Ursache des Müllproblems an, statt sich nur auf die Entsorgung zu konzentrieren.

Zero Waste versteht sich als langfristiger Prozess. Es geht nicht um Perfektion, sondern um stetige Verbesserung und bewusste Entscheidungen im Alltag.

Vorteile eines zero-waste Lebensstils

Ein Zero-Waste-Lebensstil kann ökologische, ökonomische und persönliche Vorteile bringen. Durch weniger Verpackungsmüll sinkt der Bedarf an Rohstoffen und Energie bei der Produktion. Das reduziert Treibhausgasemissionen und schont natürliche Lebensräume.

Viele Menschen sparen langfristig Geld, weil sie langlebige Produkte kaufen und Verschwendung vermeiden. Wiederverwendbare Alternativen – etwa Glasbehälter, Stofftaschen oder Edelstahlflaschen – ersetzen Einwegprodukte und senken laufende Kosten.

Auch die Lebensqualität kann steigen. Wer bewusster konsumiert, reduziert Stress durch Überkonsum und gewinnt mehr Wertschätzung für Alltagsgegenstände.

Bereich Beispielhafte Wirkung
Umwelt Weniger Abfall, geringerer CO₂-Ausstoß
Finanzen Einsparungen durch Wiederverwendung
Alltag Vereinfachung und bewusstere Lebensführung

Herausforderungen für Anfänger

Der Einstieg in Zero Waste kann anfangs anspruchsvoll sein. Viele Produkte sind noch immer in Einwegverpackungen erhältlich, und nachhaltige Alternativen kosten oft mehr oder sind schwerer zugänglich.

Anfänger müssen Routinen ändern, etwa beim Einkaufen, Kochen oder Putzen. Das erfordert Planung und Geduld. Kleine Schritte, wie das Mitbringen eigener Beutel oder der Umstieg auf feste Seifen, erleichtern den Anfang.

Soziale Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. Wer im Umfeld wenig Unterstützung findet, kann sich schnell überfordert fühlen. Austausch in lokalen Gruppen oder Online-Communities hilft, Motivation zu bewahren und Erfahrungen zu teilen.

Die 10 wichtigsten Schritte für Zero-Waste-Anfänger

Ein müllfreier Alltag beginnt mit klaren Entscheidungen im eigenen Konsumverhalten. Wer bewusster einkauft, wiederverwendbare Alternativen nutzt und Plastik vermeidet, reduziert Abfall deutlich und spart langfristig Ressourcen.

Schritt 1: Bewusstsein schaffen und Ziele setzen

Ein nachhaltiger Wandel startet mit Selbstbeobachtung. Wer wissen will, wo Abfall entsteht, sollte eine Woche lang den eigenen Müll dokumentieren. Diese Analyse zeigt, welche Produkte regelmäßig im Abfall landen und wo Einsparpotenzial besteht.

Danach hilft es, konkrete Ziele zu formulieren. Ein realistisches Ziel könnte lauten: „Ich vermeide Einwegverpackungen beim Einkauf.“ Kleine, erreichbare Schritte fördern Motivation und verhindern Frustration.

Hilfreich ist auch, sich über ökologische Auswirkungen von Abfall zu informieren. Studien zeigen, dass Plastikmüll in Gewässern und Böden langfristige Schäden verursacht. Dieses Wissen stärkt das Bewusstsein für verantwortungsbewussten Konsum.

Ein Plan in Etappen erleichtert den Einstieg. Wer sich monatlich auf einen Bereich konzentriert – etwa Küche, Bad oder Einkaufen – kann Fortschritte besser verfolgen und dauerhaft umsetzen.

Schritt 2: Plastik vermeiden

Plastik ist einer der größten Abfallverursacher im Alltag. Besonders Einwegverpackungen, Tüten und Flaschen lassen sich leicht ersetzen. Stoffbeutel, Glasflaschen und Edelstahldosen bieten langlebige Alternativen.

Beim Einkauf lohnt es sich, unverpackte Produkte oder solche in Papier- oder Glasverpackung zu bevorzugen. Viele Supermärkte und Unverpacktläden unterstützen mittlerweile eigene Behälter oder Pfandsysteme.

Im Badezimmer können Konsumenten auf feste Seifen, Bambuszahnbürsten und Nachfüllprodukte umsteigen. Diese reduzieren Plastik signifikant, ohne Komfort einzubüßen.

Tabelle: Häufige Plastikartikel und Alternativen

Plastikprodukt Alternative
PET-Flasche Glasflasche, Trinkflasche aus Edelstahl
Plastiktüte Stoffbeutel
Frischhaltefolie Bienenwachstuch
Plastikbesteck Edelstahl- oder Holzbesteck

Schritt 3: Wiederverwendbare Produkte nutzen

Wiederverwendbare Produkte senken den Ressourcenverbrauch und sparen Geld. Trinkflaschen, Kaffeebecher und Brotdosen sind langlebig und vermeiden täglichen Einwegmüll.

Auch im Haushalt lässt sich vieles ersetzen. Waschbare Abschminkpads, Stoffservietten und Mehrwegbehälter ersetzen Wegwerfprodukte und halten oft über Jahre. Diese Umstellung erfordert anfangs Investitionen, rechnet sich jedoch langfristig.

Beim Einkaufen helfen Pfandgläser oder Mehrwegnetze für Obst und Gemüse. Wer regelmäßig dieselben Behälter nutzt, reduziert Verpackungsabfall deutlich.

Wichtig ist, Produkte nach Qualität und Haltbarkeit auszuwählen. Hochwertige Materialien wie Edelstahl, Glas oder Baumwolle verlängern die Nutzungsdauer und machen den Alltag nachhaltiger.

Nachhaltig einkaufen

Nachhaltiger Einkauf bedeutet, bewusste Entscheidungen zu treffen, die Abfall vermeiden und Ressourcen schonen. Dabei helfen gezielte Strategien wie der Kauf unverpackter Waren, die Auswahl regionaler und saisonaler Produkte sowie der Verzicht auf Einwegverpackungen.

Unverpackt einkaufen

Unverpackt-Läden ermöglichen es, Lebensmittel und Haushaltsprodukte ohne Einwegverpackungen zu kaufen. Kundinnen und Kunden bringen eigene Behälter, Gläser oder Stoffbeutel mit und füllen nur die Menge ab, die sie tatsächlich benötigen. Das reduziert nicht nur Verpackungsmüll, sondern verhindert auch Lebensmittelverschwendung.

Viele Supermärkte bieten inzwischen Nachfüllstationen für Trockenwaren, Reinigungsmittel oder Kosmetikprodukte an. Wer diese nutzt, spart langfristig Geld und Verpackungsmaterial. Eine Einkaufsliste hilft, spontane Käufe zu vermeiden und gezielt einzukaufen.

Vorteil Beschreibung
Weniger Abfall Keine Einwegverpackungen
Bessere Kontrolle Nur benötigte Mengen kaufen
Kosteneffizienz Geringere Ausgaben durch bewussten Konsum

Regelmäßige Planung und die Mitnahme eigener Behälter machen unverpacktes Einkaufen zur Routine. So wird Nachhaltigkeit Teil des Alltags, ohne zusätzlichen Aufwand.

Regionale und saisonale Produkte wählen

Regionale und saisonale Produkte verringern Transportwege und damit den CO₂-Ausstoß. Obst und Gemüse aus der Umgebung benötigen weniger Energie für Lagerung und Kühlung. Außerdem sind sie meist frischer und haben einen höheren Nährstoffgehalt.

Ein Saisonkalender hilft, den Überblick zu behalten. Im Frühjahr bieten sich Spargel, Spinat und Radieschen an, im Herbst Äpfel, Kürbis und Kohl. Wer auf Wochenmärkten einkauft, unterstützt lokale Betriebe und vermeidet lange Lieferketten.

Tipps für den Einkauf:

  • Auf Herkunftsangaben achten
  • Direkt bei Erzeugern kaufen
  • Vorräte anlegen, wenn Produkte Saison haben

Durch bewusste Auswahl stärkt man die regionale Wirtschaft und fördert nachhaltige Landwirtschaft.

Vermeidung von Einwegverpackungen

Einwegverpackungen verursachen große Mengen an Müll und belasten die Umwelt durch Energieaufwand in Produktion und Entsorgung. Wiederverwendbare Alternativen wie Edelstahlflaschen, Glasboxen oder Stoffbeutel reduzieren diesen Effekt deutlich.

Beim Einkaufen lohnt es sich, auf Produkte mit Mehrweg- oder Pfandsystemen zu achten. Viele Bäckereien und Cafés akzeptieren eigene Becher oder Dosen. Wer unterwegs ist, kann Snacks in wiederverwendbaren Behältern mitnehmen, statt verpackte Produkte zu kaufen.

Praktische Maßnahmen:

  • Einkaufstaschen selbst mitbringen
  • Großpackungen bevorzugen, wenn sinnvoll
  • Plastikfolie durch Bienenwachstücher ersetzen

Jede dieser Entscheidungen senkt den Abfallanteil im Haushalt und führt langfristig zu einem ressourcenschonenderen Lebensstil.

Müll richtig trennen und entsorgen

Sorgfältige Mülltrennung spart Ressourcen, reduziert Restmüll und ermöglicht hochwertiges Recycling. Wer Abfälle richtig sortiert, erleichtert die Weiterverarbeitung von Wertstoffen wie Papier, Glas und Kunststoff und verhindert, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Recycling-Methoden verstehen

Recycling funktioniert nur, wenn Abfälle korrekt getrennt werden. In Deutschland gibt es klare Vorgaben: Papier gehört in die Blaue TonneVerpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundstoffen in die Gelbe Tonne oder den Gelben SackGlas in den Glascontainer und Restmüll in die graue Tonne.

Ein häufiger Fehler besteht darin, verschmutzte Verpackungen oder fettige Pizzakartons ins Altpapier zu werfen. Diese gehören in den Restmüll, da sie die Papierverwertung stören. Auch Joghurtbecher sollten vor dem Entsorgen grob ausgespült und voneinander getrennt werden.

Die Sortieranlagen können kleinere Fehlwürfe ausgleichen, doch eine saubere Trennung zu Hause verbessert die Recyclingquote deutlich. Bioabfälle wie Obst- und Gemüsereste kommen in die Biotonne und werden zu Kompost oder Biogas verarbeitet. Eine korrekte Trennung senkt Entsorgungskosten und schont Primärrohstoffe.

Abfallart Richtige Tonne Hinweise
Papier, Karton Blaue Tonne Kein beschichtetes oder verschmutztes Material
Kunststoff, Metall Gelbe Tonne/Sack Nur Verpackungen, keine Elektrogeräte
Glas Glascontainer Nach Farben sortieren
Bioabfall Biotonne Keine Plastiktüten
Restmüll Graue Tonne Nicht recycelbare Materialien

Kompostierung zu Hause

Hauskompostierung verwandelt organische Abfälle in nährstoffreiche Erde. Geeignet sind pflanzliche KüchenresteKaffeesatzEierschalen und Laub. Fleisch, Milchprodukte und gekochte Speisen sollten vermieden werden, da sie Schädlinge anziehen und unangenehme Gerüche verursachen.

Ein ausgewogenes Verhältnis von „grünem“ (feuchtem) und „braunem“ (trockenem) Material ist wichtig. Grünmaterial wie Gemüsereste liefert Stickstoff, während trockenes Material wie Zweige oder Papier Kohlenstoff beisteuert. Diese Mischung sorgt für eine gute Belüftung und verhindert Fäulnis.

In städtischen Gebieten eignen sich Wurmkomposter oder Bokashi-Eimer für kleine Haushalte. Sie benötigen wenig Platz und liefern hochwertigen Dünger für Balkonpflanzen. Regelmäßiges Umsetzen und ausreichende Feuchtigkeit halten den Kompostprozess stabil und effektiv.

Gefährliche Abfälle korrekt entsorgen

Gefährliche Abfälle enthalten Stoffe, die Umwelt oder Gesundheit schädigen können. Dazu zählen BatterienFarbresteChemikalienLeuchtstoffröhren und Elektrogeräte. Diese dürfen keinesfalls in den Hausmüll oder die Toilette gelangen.

Viele Kommunen bieten Sammelstellen oder mobile Schadstoffmobile an, die regelmäßig durch Wohngebiete fahren. Dort werden Problemstoffe kostenlos oder gegen geringe Gebühr angenommen. Einzelhändler sind verpflichtet, Altbatterien und kleine Elektrogeräte zurückzunehmen.

Beim Transport solcher Abfälle sollte auf dichte Behälter und klare Kennzeichnung geachtet werden. Flüssige Chemikalien dürfen nicht vermischt werden. Durch sachgerechte Entsorgung werden Schwermetalle, Lösungsmittel und andere Schadstoffe sicher behandelt und recycelt, anstatt in Boden oder Gewässer zu gelangen.

Zero-Waste im Alltag integrieren

Ein abfallarmer Alltag entsteht durch bewusste Entscheidungen in Küche, Haushalt, unterwegs und bei der Körperpflege. Kleine, konsequente Veränderungen senken den Müllverbrauch deutlich und fördern langlebige, wiederverwendbare Alternativen.

Küche und Haushalt umstellen

In Küche und Haushalt entstehen oft die größten Abfallmengen. Wer Verpackungen vermeidet, spart Ressourcen und Geld. Unverpackt-Läden, Wochenmärkte und Großpackungen helfen, Plastik zu reduzieren.

Lebensmittel lassen sich in Glasbehältern, Edelstahlboxen oder Stoffbeuteln aufbewahren. Reste sollten rechtzeitig verwertet oder eingefroren werden. Eine Kompostierung organischer Abfälle – ob im Garten oder mit einem elektrischen Komposter – verringert den Restmüllanteil erheblich.

Auch beim Putzen kann man umstellen: Essig, Natron und Zitronensäure ersetzen viele chemische Reiniger. Diese Hausmittel sind günstig, effektiv und schonen die Umwelt. Wiederverwendbare Putztücher aus Baumwolle oder Mikrofaser reduzieren Einwegprodukte wie Küchenpapier.

Bereich Zero-Waste-Alternative Vorteil
Vorratshaltung Glasbehälter statt Plastik Langlebig, hygienisch
Reinigung Hausmittel statt Chemie Umweltfreundlich, günstig
Abfall Kompostierung Weniger Restmüll

Zero-Waste unterwegs

Unterwegs fällt Müll häufig durch Einwegverpackungen und spontane Käufe an. Eine gute Vorbereitung senkt diesen Anteil deutlich. Trinkflaschen aus EdelstahlMehrwegbecher und Lunchboxen machen Einwegverpackungen überflüssig.

Beim Einkaufen helfen Stoffbeutel und Netze für Obst und Gemüse. Viele Bäckereien und Cafés akzeptieren eigene Behälter oder Becher. Das spart Verpackungsmaterial und zeigt, dass nachhaltiges Verhalten praktisch umsetzbar ist.

Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad reduziert nicht nur Emissionen, sondern auch Wegwerfprodukte wie Parktickets oder Einwegplastik. Wer unterwegs feste Seifenstücke oder wiederbefüllbare Behälter nutzt, vermeidet Plastikflaschen im Gepäck.

Eine kleine Checkliste unterstützt die Vorbereitung:

  • Trinkflasche
  • Lunchbox
  • Stofftasche
  • Mehrwegbecher

Nachhaltige Körperpflege

Körperpflegeprodukte verursachen oft viel Verpackungsmüll. Wer auf feste Seifen, Shampoos und Deodorants umsteigt, spart Plastik und Platz. Diese Produkte halten länger und enthalten meist weniger Zusatzstoffe.

Nachfüllsysteme für Flüssigseifen oder Duschgel bieten eine weitere Möglichkeit, Abfall zu vermeiden. Viele Drogerien führen inzwischen entsprechende Stationen. Bambuszahnbürsten und wiederverwendbare Rasierer ersetzen Wegwerfvarianten effektiv.

Bei Pflegeartikeln lohnt sich der Blick auf Inhaltsstoffe und Herkunft. Naturkosmetik ohne Mikroplastik schont Gewässer und Haut. Waschbare Abschminkpads und Baumwolltücher ersetzen Einwegprodukte dauerhaft.

Eine einfache Regel hilft: Produkte mit kurzer Lebensdauer vermeiden und langlebige Alternativen bevorzugen. Das senkt Abfallmengen und vereinfacht die tägliche Routine.

Gemeinschaft und Inspiration finden

Gemeinschaftliche Unterstützung erleichtert den Einstieg in einen Zero-Waste-Lebensstil. Menschen profitieren von geteiltem Wissen, praktischen Erfahrungen und gegenseitiger Motivation, um nachhaltige Gewohnheiten langfristig beizubehalten.

Zero-Waste-Communities beitreten

Der Beitritt zu Zero-Waste-Communities bietet neue Perspektiven und konkrete Hilfe im Alltag. Online-Gruppen auf Plattformen wie Facebook, Reddit oder lokalen Foren ermöglichen den Austausch über praktikable Lösungen für Müllvermeidung und nachhaltigen Konsum.

Viele Städte verfügen über Repair-CafésTauschbörsen oder Nachhaltigkeitsstammtische, in denen Interessierte Erfahrungen teilen und voneinander lernen. Diese Treffen fördern soziale Kontakte und schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit, das besonders für Anfänger motivierend wirkt.

Ein kurzer Überblick über mögliche Community-Formen:

Art der Community Beispiele Nutzen
Online-Gruppen Facebook, Telegram, Reddit Schneller Austausch, Tipps, Motivation
Lokale Initiativen Repair-Cafés, Unverpackt-Läden Persönliche Treffen, praktische Hilfe
Bildungsangebote Workshops, Stadtprojekte Wissenserweiterung, Netzwerkaufbau

Solche Netzwerke helfen, Rückschläge zu überwinden und Fortschritte sichtbar zu machen. Sie fördern auch den bewussten Umgang mit Ressourcen im Alltag.

Austausch von Ressourcen und Tipps

Der Austausch von Ressourcen, Materialien und Wissen reduziert Abfall und stärkt nachhaltiges Handeln. Viele Zero-Waste-Anhänger teilen gebrauchte Gegenstände, Rezepte für DIY-Produkte oder Bezugsquellen für unverpackte Waren.

Plattformen wie Nebenan.deFreecycle oder lokale Tauschregale ermöglichen das Weitergeben von Dingen, die sonst entsorgt würden. Diese Praxis verlängert die Lebensdauer von Produkten und spart gleichzeitig Geld.

Einige Gruppen organisieren regelmäßige Tausch- oder Reparaturtage, bei denen Kleidung, Bücher oder Haushaltswaren neue Besitzer finden. Durch den direkten Kontakt entsteht Vertrauen und ein Bewusstsein für den Wert von Ressourcen.

Offene Kommunikation und gegenseitige Unterstützung fördern eine Kultur des Teilens, die weit über den individuellen Konsum hinausgeht.

Fortschritte messen und dranbleiben

Wer Zero Waste ernsthaft umsetzt, braucht klare Methoden, um Veränderungen sichtbar zu machen und langfristig motiviert zu bleiben. Regelmäßige Beobachtung und ehrliche Bewertung helfen, den eigenen Alltag besser anzupassen und nachhaltige Gewohnheiten zu festigen.

Erfolge dokumentieren

Zero-Waste-Anfänger profitieren davon, konkrete Kennzahlen zu erfassen. Dazu zählen etwa das wöchentliche Gewicht des Restmülls, die Anzahl wiederverwendeter Behälter oder die Häufigkeit von Reparaturen. Eine einfache Tabelle oder App erleichtert den Überblick und zeigt Fortschritte auf einen Blick.

Messgröße Beispiel Ziel
Restmüll pro Woche 1 kg < 500 g
Einwegprodukte 10 Stück 0 Stück
Reparaturen 1x/Monat 2x/Monat

Kurze Notizen zu Beobachtungen – etwa welche Produkte schwer zu ersetzen sind – liefern wertvolle Hinweise für Anpassungen. Fotos oder monatliche Rückblicke verstärken die Motivation, weil sie den sichtbaren Fortschritt dokumentieren.

Wer möchte, kann Erfahrungen in Online-Foren oder lokalen Zero-Waste-Gruppen teilen. Der Austausch schafft Verantwortlichkeit und neue Ideen für Verbesserungen.

Mit Rückschlägen umgehen

Rückschläge gehören zum Lernprozess. Statt sie als Scheitern zu sehen, sollten sie als Feedback verstanden werden. Wenn unerwartet mehr Müll anfällt, hilft es, die Ursachen sachlich zu analysieren – etwa fehlende Alternativen, Zeitmangel oder unklare Prioritäten.

Ein praktischer Ansatz ist, kleine Anpassungen vorzunehmen, statt alles neu zu planen. Beispielsweise kann man Einwegartikel schrittweise ersetzen oder Einkaufstage besser strukturieren. So bleibt das Ziel erreichbar und realistisch.

Selbstreflexion unterstützt den Fortschritt. Wer regelmäßig prüft, welche Maßnahmen funktionieren, entwickelt Routine und Gelassenheit. Mit der Zeit wird Nachhaltigkeit zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Alltags, nicht zu einer ständigen Herausforderung.

Fazit

Ein Zero-Waste-Lebensstil erfordert keine radikale Veränderung über Nacht. Wer Schritt für Schritt beginnt, kann Abfall deutlich reduzieren und Ressourcen bewusster nutzen. Kleine Anpassungen im Alltag führen langfristig zu spürbaren Ergebnissen.

Wichtige Erkenntnisse:

  • Bewusstes Einkaufen verhindert unnötigen Verpackungsmüll.
  • Wiederverwendbare Produkte senken den Verbrauch von Einwegartikeln.
  • Kompostieren reduziert organische Abfälle und fördert nährstoffreiche Erde.
Bereich Praktischer Ansatz Nutzen
Küche Vorratsbehälter aus Glas oder Metall Weniger Plastik, längere Haltbarkeit
Bad Feste Seife statt Duschgel in Plastik Spart Verpackung
Unterwegs Trinkflasche und Stoffbeutel nutzen Vermeidet Einwegprodukte

Wer regelmäßig überprüft, wo im Haushalt Müll entsteht, erkennt schnell neue Einsparpotenziale. Sie helfen, Gewohnheiten anzupassen und nachhaltigere Alternativen zu finden.

Zero Waste bleibt ein fortlaufender Prozess. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, unterstützt eine ressourcenschonendere Lebensweise und trägt zu einer saubereren Umwelt bei.

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